Niedersachsen grenzt im Norden an die Nordsee mit ihren verschiedenen Möglichkeiten zum Meeresangeln. Die sieben (bewohnten) Ostfriesischen Inseln - es sind (von West nach Ost): Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge - bieten zusätzliche gute Angelplätze.
Doch so ideal wie es scheint sind die Möglichkeiten dann leider doch nicht. Die Überfischung der Nordsee und die Umweltverschmutzung haben den Fischbestand verringert, aber immer noch lassen sich gute Fänge erzielen.
Die beste Zeit ist das Sommerhalbjahr. Sobald sich das Wasser im Frühjahr erwärmt, kommen die Heringe an bestimmten Stellen in Küstennähe, zum Beispiel in Wilhelmshaven, in Meldorf oder in Cuxhaven. Dann sind gute Fänge möglich, was wie immer auch vom Wind, den Strömungen und den Temperaturen abhängt.
Ab Mai sind die Hornhechte an die Küste von Niedersachsen zu fangen und im Juni kommen Wolfsbarsch, Meeräsche und Makrele dazu. Allerdings wird die Makrele meist nur vom Kutter gefangen und die Meeräsche ist sehr schwer an den Haken zu bekommen. Ein Ausgleich ist der Seebarsch, auch Wolfsbarsch genannt, der gut auch auf Kunstköder, wie Wobbler, Spinner, Twister oder Gummifisch, beisst.
Außerdem lassen sich beim Meeresangeln immer noch Plattfisch und Aal, die traditionellen Fischarten an der Küste von Niedersachsen, fangen. Allerdings sind, wie schon erwähnt, die Bestände arg geschrumpft, genauso wie beim Dorsch der sich im Winterhalbjahr, zusammen mit dem Wittling, an einigen Stellen immer noch fangen lässt. Seltene Beifänge sind an der Nordsee Seezunge, Steinbutt und auch mal eine Meerforelle. Vom Kutter über Wracks kann auch einmal ein Pollack, ein Franzosendorsch, ein kleiner Lengfisch oder sogar eine Meerbrasse an den Haken gehen, vor allem wenn mit Naturköder gefischt wird.